Wir sind jetzt Naturland-zertifiziert

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Bio-Imkerei Thomas Hock · Aktuelles aus der Imkerei

Ein neues Versprechen im Glas: Wir sind jetzt Naturland-zertifiziert

Seit 2022 trägt unser Honig das EU-Bio-Logo. Jetzt gehen wir einen Schritt weiter – und schließen uns einem der anspruchsvollsten Öko-Verbände Deutschlands an. Unsere Imkerei ist ab sofort nach den Naturland Richtlinien zertifiziert. Was das für Sie als Genießerin, Genießer oder Handelspartner bedeutet, lesen Sie hier.

Warum uns Bio allein nicht genug war

Wer unseren Honig kennt, weiß: Wir machen keine halben Sachen. Seit 2022 ist unsere Imkerei EU-Bio-zertifiziert – ein Standard, der schon weit über das hinausgeht, was konventionelle Imkerei verlangt. Doch je tiefer man im Handwerk steckt, desto klarer wird: Es geht noch besser. Genau dort setzt Naturland an.

Naturland ist kein Etikett, das man sich kauft. Es ist ein Verband, dessen Richtlinien in vielen Punkten über den gesetzlichen EU-Bio-Standard hinausgehen – von der Standortwahl der Völker über die Wachs- und Wabenpflege bis hin zu messbaren Qualitätskriterien für den Honig selbst. Für uns war der Beitritt deshalb keine Marketingentscheidung, sondern die logische Fortsetzung dessen, wie wir ohnehin arbeiten.

Zwei Siegel, eine Haltung

EU-Bio und Naturland sind keine Gegensätze, sondern Stufen. Das eine ist die verlässliche Grundlage, das andere der Anspruch obendrauf. EU-Bio ist der gesetzliche Öko-Standard der EU und wird jährlich kontrolliert; Naturland legt darüber hinaus eigene Verbandsrichtlinien an, die in vielen Punkten strenger sind, und ergänzt die gesetzliche Kontrolle um eine zusätzliche, unabhängige Verbandskontrolle pro Jahr. Der entscheidende Unterschied liegt in der messbaren Honigqualität: Wo EU-Bio die gesetzlichen Mindestvorgaben setzt, schreibt Naturland feste Grenzwerte vor, die über dem Gesetz liegen. Kurz gesagt: EU-Bio sagt, was nicht drin sein darf. Naturland sagt zusätzlich, wie gearbeitet werden soll – und macht Qualität messbar.

Was Naturland in unserer Imkerei konkret bedeutet

Hinter dem Siegel steht tägliche Praxis. Diese Punkte aus den Naturland Richtlinien prägen unsere Arbeit besonders:

  • Saubere Standorte: Im Umkreis von 3 km um den Bienenstand soll keine nennenswerte Beeinträchtigung der Bienenprodukte durch landwirtschaftliche oder nichtlandwirtschaftliche Verschmutzungsquellen zu erwarten sein – die Bienenweide ist sorgfältig gewählt.
  • Wachs aus ökologischer Imkerei: Mittelwände und Waben stammen aus zertifiziertem Wachs, Kunststoffmittelwände sind nicht zugelassen. Naturwabenbau wird gefördert.
  • Schonende Gewinnung: Beim Schleudern, Sieben, Klären und Abfüllen wird der Honig nicht über 38 °C erwärmt – das bewahrt die wertvollen Enzyme. Jegliche Druckfiltration ist untersagt.
  • Mehrweg statt Wegwerf: Für den Verkauf sind Mehrwegverkaufsgebinde vorgeschrieben, der Honig wird dunkel, kühl und trocken gelagert.
  • Lückenlose Rückverfolgbarkeit: Über die Chargennummer auf dem Etikett lassen sich Erzeuger, Abfüller und Tracht nachvollziehen.

Premiumqualität, die in Zahlen steht

Das eigentlich Besondere an den Naturland Richtlinien sind die messbaren Grenzwerte, die ein Honig einhalten muss, um das Zeichen tragen zu dürfen. Sie liegen durchweg über den gesetzlichen Anforderungen:

  • Wassergehalt: maximal 18,0 % (gemessen nach der AOAC-Methode). Je niedriger der Wert, desto reifer und lagerstabiler der Honig. Unser Frühlingsblütenhonig liegt mit 16,0 % deutlich darunter.
  • HMF-Gehalt: maximal 10 mg/kg. HMF (Hydroxymethylfurfural) steigt, wenn Honig erhitzt wird oder altert – der niedrige Grenzwert ist damit ein direkter Beleg für schonende Behandlung und Frische. Bei uns ist HMF nicht nachweisbar.
  • Invertasezahl: mindestens 64 U/kg (nach Siegenthaler), bei Akazien-, Linden- oder Phacelia-Tracht mindestens 45 U/kg. Dieses Enzym zeigt natürliche Reife und unerhitzte Verarbeitung an. Unsere Werte erreichen ein Vielfaches der Anforderung.

Zum Vergleich: Der Deutsche Imkerbund erlaubt beim Wassergehalt ebenfalls höchstens 18,0 %, bei der Invertase liegt der Mindestwert bei 64 U/kg. Naturland zieht diese Linie verbindlich für jeden Betrieb – und kontrolliert sie. Honig, der diese Kriterien bei HMF-, Enzym- und Wassergehalt nicht erfüllt, darf unter dem Naturland-Zeichen nur als Verarbeitungshonig vermarktet werden. Was als sortenreiner Tafelhonig ins Glas kommt, hat die Prüfung also bestanden.

Für Sie als Genießerin und Genießer

Sie bekommen die einfachste Form von Vertrauen: Sie müssen uns nicht glauben – Sie können sich auf eine unabhängige Kontrolle verlassen. Hinter jedem Glas steht jetzt nicht nur unser Name, sondern auch das Wort eines der renommiertesten Öko-Verbände Deutschlands. Der Geschmack bleibt derselbe ehrliche, regionale Honig, den Sie kennen – die Gewissheit dahinter wächst.

Für Sie als Handelspartner

Naturland ist im Regal ein echtes Differenzierungsmerkmal. Es hebt das Produkt sichtbar von austauschbarer Standardware ab und rechtfertigt eine stabile Premium-Preislage statt Rabattlogik. Die Geschichte dahinter – regional, kontrolliert, messbar – ist genau das, wonach genuss- und gesundheitsbewusste Kundschaft sucht, und sie lässt sich direkt am Regal erklären. Und erklärt verkauft besser.

Gerne stellen wir Ihnen das Naturland-Zertifikat sowie aktuelle Laboranalysen zur Verfügung. Sprechen Sie uns auf Konditionen, Gebindegrößen und Verfügbarkeiten an.


Ein Honig, der im Regal nicht erklärt werden muss – weil man seine Herkunft, Qualität und Haltung sofort versteht. Mit Naturland steht das jetzt auch unabhängig geprüft auf dem Papier.

Zertifikate zum Download

QUELLE: https://www.bioc.info/search/producerdetail?producer=ec2f0721-10fb-47d3-a5e3-f7a34da8b7a1


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